Lösungsvorschlag zur Namensfrage

31 Jul 2009 In: Beiträge / News

Über die letzten Wochen haben wir, Andreas und Goran, an einer Lösung gearbeitet, die für beide Seiten in der Namensfrage annehmbar und akzeptabel ist bzw. sein könnte.

Neben interessanten Diskussionen hat man erkannt, dass es mehr Gemeinsamkeiten zwischen beiden Völkern gibt, als Dinge die sie trennen.

Lösungsvorschlag zur Namensfrage zwischen der E.J.R. Makedonien und der Griechischen Republik:

LÖSUNGSVORSCHLAG (Deutsch)

Proposal for a solution (English) (Update Jan 2010)

Expertensuche

21 Apr 2009 In: Beiträge / News

Sehr geehrte Damen und Herren,

für unser Projekt zur Klärung der erweiterten makedonischen Frage und des daraus resultierenden Namensstreits zwischen der Griechischen Republik und der Republik Makedonien* suchen wir engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Ethnologie, Sprachwissenschaften  und sonstigen mit dieser Thematik verbundenen wissenschaftlichen Disziplinen, die bereit wären uns bei einer Lösungsfindung fachlich zu beraten und zu unterstützen.

Neben der fachlichen Kompetenz sind vor allem die Neutralität im Namensstreit zwischen der Griechischen Republik und der Republik Makedonien* sowie die Unabhängigkeit der mitwirkenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Voraussetzung für die oben genannte Mitwirkung in diesem Projekt.

Im Rahmen dieses Projektes soll neben dem unterstützenden Team aus entsprechenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die jeweils zur Hälfte aus geeigneten Personen aus der Griechischen Republik und aus der Republik Makedonien* bestehen soll.

Diese Arbeitsgruppe soll auf Basis der durch das wissenschaftliche Team erarbeiteten Ergebnisse einen Vorschlag zur völkerrechtlich verbindlichen Klärung des Namensstreites und der erweiterten makedonischen Frage ausarbeiten, die von allen Beteiligten akzeptiert wird und die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu diesem Sachverhalt mitberücksichtigt.

Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist es, die Verständigung zwischen Personen aus der Griechischen Republik und der Republik Makedonien* sowie den Aufbau von freundschaftlichen Beziehungen zwischen diesen zu fördern.

Die genauen Modalitäten der Zusammenarbeit sollen dann in gemeinsamer Absprache festgelegt werden. Die Mitwirkung des wissenschaftlichen Teams soll bis zum Abschluss und in jeder Phase des Projekts erfolgen.

Wir würden uns sehr über Ihre mögliche Mitwirkung in diesem Projekt freuen. Darüber hinaus ist Ihre Mitwirkung für ein gelingen dieses Projektes eine notwendige Voraussetzung.

Mit freundlichen Grüßen

Goran Popcanovski
Andreas Schwarz

Projektforum für Diskussionen

8 Apr 2009 In: Beiträge / News

Nachdem sehr viele Kommentare unter einzelnen Beiträgen abgegeben wurden,  haben wir entschlossen, ein eigenes Projektforum zu eröffnen.

Gerne können hier neue Themen angelegt und diskutiert werden. Ebenfalls würden wir uns freuen, wenn sich der eine oder andere bereit erklärt, das Forum zu moderieren.

Link zum Projektforum:

http://mk-gr-projekt.foren-city.eu/

UPDATE:

Die DNA-Analyse wurde in dem offiziellen Journal der “EFI - European Federation for Immunogenetics”, Ausgabe Nr. 51, 2001 veröffentlicht.

Links:

http://www.efiweb.eu/
http://www3.interscience.wiley.com/journal/118492326/home

Arnaiz-Villena A, Dimitrovsky I, Pacho A, Moscoso J, Gomez-Casado E, Silvera-Redondo C, Varea P, Blagoevska M, Zdravkovska V, Martinez-Laso J. “HLA genes in Macedonians and the sub-Saharan origin of the Greeks”. Tissue Antigens 51, 118-127, 2001.

Webseite von Arnaiz-Villena A.:

http://chopo.pntic.mec.es/~biolmol/index.htm


….nachdem bereits viele von Euch über das Thema DNA-Analyse diskutiert und viele auch die Glaubwürdigkeit des „gewinnorientierten” Unternehmens in Frage gestellt habt, hat uns ein Leser ein Dokument zur Verfügung gestellt, in welchem eine Feldanalyse durchgeführt wurde. Federführend war das „Department of Immunology and Molecular Biology” der spanischen “Universidad Complutense in Madrid, Spain” mit Prof. A. Arnaiz-Villenal.

Die Analyse ist auf englisch und unter folgendem Link abrufbar:

http://www.makedonisch-griechisches-projekt.eu/docs/macedonian-dna.pdf

Nach dem Abstammungsprinzip ist jede oder jeder Makedonier, die oder der direkt von den antiken Makedoniern abstammt. Da die antiken Makedonier schon sehr lange nicht mehr existieren, spielt dieses Prinzip keine so große Rolle mehr.Nach dem Territorialprinzip ist jede oder jeder Makedonier, die oder der in Makedonien geboren worden ist und in der Regel dort auch lebt bzw. ihre oder seine Heimat dort hat. Nach diesem Prinzip, dass nach meiner Auffassung heute das entscheidende Prinzip ist, sind sowohl die ethnischen Makedonier als auch die griechischen Makedonier Makedonier. Dieses ist für
beide Gruppen das grundlegende Prinzip. Auch die Nordgriechen bezeichnen sich gemäß des Territorialprinzip deshalb als Makedonier, weil sie in Makedonien geboren worden sind und dort ihre Heimat haben. Wenn die Griechen dieses Prinzip bezüglich der ethnischen Makedonier in Frage stellen, dann müssen sie sich auch selbst in Frage stellen. Hier ist der entscheidende Ansatz.

Auch ist für dieses “Territorialprinzip” das heutige geographische Makedonien in seinen heutigen Grenzen der Maßstab, nicht das Kernland des antiken Makedonien in seine früheren Grenzen. Auch hier darf nicht vergessen werden, dass das geographische Makedonien als solches nicht von der dortigen Bevölkerung definiert worden ist. Daher kann jeder Vorwurf in Richtung Geschichtsfälschung an die ethnischen Makedonier bezüglich der heutigen Region Makedonien unterbleiben.

Im Vertrag von Bukarest ist dieses Gebiet als Makedonien bezeichnet worden.

Die makedonische Frage ist als die makedonische Frage in die Geschichte eingegangen und nicht als die bulgarische Frage oder die serbische Frage oder die griechische Frage. Die Freiheitskampf im dortigen Gebiet ist unter dem Begriff “Makedonien” geführt worden. Allein dies ist auch Makedonische Geschichte.

Diese Fakten lassen sich nicht leugnen, auch dann nicht, wenn das antike Makedonien Teil der griechischen Geschichte ist.

Damit ist der Namensstreit irrational und überflüssig.

Wenn die ethnischen Makedonier einen Zusatznamen tragen sollen, dann müssten es die griechischen Makedonier auch. Griechenland kann auch dann kein Vorrecht in dieser Frage beanspruchen, wenn der Name und das antike Makedonien Teil der Griechischen Geschichte ist. Hier muss von Null an ein neuer Ansatz für eine Lösung gefunden werden.

Wichtige Anmerkung

3 Apr 2009 In: Beiträge / News

Liebe Kommentatorinnen und Kommentatoren,

der Namen der Republik Makedonien oder der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Makedonien ist umstritten, dass ist klar und bedarf keiner weiteren Betonung. Ziel dieses Projektes ist es eine Lösung auszuarbeiten, die allen Beteiligten gerecht wird.

Wir haben uns bei der Verwendung des Namens für diese Website einfach an die völkerrechtliche Situation gehalten: In den bilateralen
völkerrechtlichen Beziehungen wird von der Mehrheit der Staaten die Bezeichnung Republik Makedonien verwendet. In den multilateralen Beziehungen, wie etwa in den internationalen Organisationen und von dem anderen Teil der Staaten wird die Bezeichnung “Ehemalige Jugoslawische Republik Makedonien” verwendet.

Auf unserer Website verwenden wir nur die beide völkerrechtlichen Bezeichnungen in Kombination: “Republik Makedonien*  *in den Vereinten Nationen unter der Bezeichnung “Ehemaligen Jugoslawische Republik Makedonien  (EJRM) aufgenommen” oder “Republik Makedonien / FYROM” FYROM ist die englische Abkürzung für EJRM. In beiden Fällen ist der Staatsnamen Makedonien und wird in der Regel auch von den Staaten so verwendet, die offiziell die amtliche Bezeichnung “Ehemalige Jugoslawische Republik Makedonien” verwendet. Somit wahren wir hier die Neutralität und verwenden keine Bezeichnung für sich alleine oder eine andere Bezeichnung.

Nach meiner Auffassung ist das antike Makedonien und die antiken Makedonier Teil der griechischen Geschichte und Kultur, wohl wissend das es hierzu auch abweichende Meinungen gibt. Trotzdem überlasse ich die abschließende Wertung darüber einem unabhängigen Expertenteam. Es wird hier den Griechen in meinen Vorschlag also nichts geschenkt. Der griechische Anteil an der makedonischen Geschichte soll sich alleine aus den historischen Fakten ergeben.

Zwischen Bulgaren und ethnischen Makedoniern wurde bis zum Ende des 19 Jahrhunderts ethnisch nicht unterschieden. Das wurde zwischen Deutschen und Österreichern auch nicht. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs wurde Österreich sowohl von der eigenen Bevölkerung wie auch von der internationalen Gemeinschaft allgemein als Deutsch angesehen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich eine eigenständige österreichische Nation heraus.

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Im Rahmen dieses Projektes soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die jeweils zur Hälfte aus fachlich geeigneten Personen aus der Griechischen Republik und aus der Republik Makedonien* bestehen soll. Ebenfalls sind auch weitere, fachkundige Personen eingeladen, an diesem Projekt mitzuwirken.

Die Arbeitsgruppe soll einen Vorschlag zur völkerrechtlich verbindlichen Klärung des Namensstreites und der erweiterten makedonischen Frage ausarbeiten, die von allen Beteiligten akzeptiert wird und die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu diesem Sachverhalt mitberücksichtigt.

Basis für die Erarbeitung einer Lösung des Namensstreits ist der “Vorschlag zur Klärung der Namensfrage der früheren jugoslawischen Republik Makedonien” vom 04.02.2009 von Andreas Schwarz. Dieser Vorschlag soll jedoch kein endgültiges Ergebnis vorwegnehmen und dient für dieses Projekt als Denkanstoß.

Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist es, die Verständigung zwischen Personen aus der Griechischen Republik und der Republik Makedonien* sowie den Aufbau von freundschaftlichen Beziehungen zwischen diesen zu fördern.

* Die Republik Makedonien wurde unter dem provisorischen Namen „Ehemalige jugoslawische Republik Makedonien“ in die UN aufgenommen.

News zum Projekt finden Sie hier: NEWS und AKTUELLES

Das Projekt

Im Rahmen dieses Projektes soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die jeweils zum einen Teil aus fachlich geeigneten Personen aus der Griechischen Republik und aus der Republik Makedonien bestehen soll. Ebenfalls sind auch weitere, fachkundige Personen eingeladen, an diesem Projekt mitzuwirken.